Der C 3030 hinterlässt einen so rundum in sich stimmigen Eindruck, als sei NAD mit diesem Midsize-Vollverstärker wieder bei sich selbst angekommen. NAD-Mitbegründer und Chefentwickler Bjørn Erik Edvardsen soll einst die Firmenphilosophie mit „to the point“ umschrieben haben. Wäre er nicht vor einigen Jahren verstorben, hätte „BEE“ höchstselbst den C 3030 vermutlich als Essenz dieses Leitmotivs gesehen. Schnörkellose, übersichtliche Bedienbarkeit, alles drin und dran, was nötig ist – aber auch nicht mehr –, dezent zurückhaltende Optik bei über seiner Klasse anzusiedelnder Klangqualität.
Das gekonnte Spiel mit der Retro-Optik macht den NAD C 3030 zweifellos zu einem Hingucker – der sich technisch freilich auf der Höhe der Zeit befindet und sich digitalen und analogen Quellen gleichermaßen verpflichtet fühlt. Der integrierte MM-Phonopre ist kein Alibifeature, sondern klingt richtig erwachsen.
Mit seinem agilen, ausnehmend knackig-trocken-präzisen Klang spricht der NAD C 3030 wohl in erster Linie Fans dynamischer Rock-, Pop- und Blues-/ Bluesrock-Musik an, und weniger jene, die feinstmöglich ziselierte symphonische Musik zu ihrem priorisierten Genre zählen. Doch wie dem auch sei: Für mich persönlich zählt der NAD C 3030 zu den aktuell gelungensten Verstärkern in der Preisklasse um 1.000 Euro.
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